Japan, 13.-14. Jahrhundert
Maße: 45 cm hoch, 60 cm breit
Eine lackierte, bemalte und vergoldete Benzaiten-Göttinnen-Holzstatue aus dem Japan des 13.-14. Jahrhunderts. Die Schnitzerei wurde in der Yosegi-zukuri-Technik gefertigt, bei der mit mehrteiligem, hohlem Holz gearbeitet wurde und zuerst immer die einzelnen Körperteile ausgearbeitet wurden, bevor diese ineinandergefügt wurden. Erst ganz am Ende begann die detaillierte Schnitzerei. Die Augen sind mit Kristallen eingelegt, der Körper trägt einen mehrlagigen, eleganten Umhang mit detaillierten Goldverzierungen am Bauch (geometrische Motive, Lotusblumen, Wolkenmuster sowie die charakteristische Schleife). Benzaitens Haar fällt auf ihre Schultern, auf ihrem Kopf trägt sie eine einfache Krone. In ihrer unvollständigen rechten Hand hielt sie einst das für die Gottheit charakteristische Schwert, in ihrer linken Hand könnte sie das wunscherfüllende Juwel gehalten haben.
Benzaiten:
Benzaiten ist eine der wichtigsten Göttinnen Japans, die oft in Gesellschaft von Drachen und Schlangen dargestellt wird; sie ist die Beschützerin des Staates, die nicht nur Glück und Wohlstand verspricht, sondern auch vor Krankheiten und Bösem schützt. Ursprünglich stammt sie von der im Hinduismus bekannten Sarasvati ab, wodurch viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Göttinnen zu beobachten sind (z.B. hält Benzaiten auf Darstellungen eine Biwa in der Hand, Sarasvati eine Veena, beides Zupfinstrumente). Die japanische Göttin erlangte eine solche Bedeutung, dass sie sogar in den Shintoismus überging.