Vergoldete Bronze-Statue der Guanyin

China, Sui-Dynastie (6.-7. Jahrhundert)

Maße: 7.1 cm

Die Statue stellt eine der beliebtesten Bodhisattvas Chinas dar: Guanyin. Die Gottheit ist geschlechtslos und wird manchmal als Mann, manchmal als Frau dargestellt, aber in China erscheint Guanyin meist als weiß gekleidete Frau; sie trägt zahlreiche Halsketten und hält gewöhnlich etwas in einer oder beiden Händen. Diese Guanyin erweckt den Eindruck einer Frau, ihr Körper ist sehr feminin und steht in einer kurvigen Haltung (Lola Hasta Mudra). Das detailreiche Gesicht zeugt ebenfalls von den hohen Fähigkeiten des Künstlers, da die Bearbeitung solch winziger Statuen außergewöhnlich schwierig ist. Leider fehlt ein Teil ihrer linken Hand, aber in ihrer rechten Hand hält sie das Symbol der Reinheit, eine Lotusblume. Sie trägt eine hohe Krone, eine schwere Halskette und ein elegantes Gewand, das den doppelten Lotussockel berührt.

Sui-Dynastie:

Die Statue stammt aus der Sui-Dynastie (6.-7. Jahrhundert), einer für die Geschichte des Buddhismus sehr bedeutenden Zeit, da sich die Religion dank des Baus des Kaiserkanals schnell in China auszubreiten begann. Die Sui-Dynastie schaffte es, das politische Klima zu entspannen und so die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu fördern, und der Kaiserkanal erleichterte nicht nur den Fluss von Getreide und Handel, sondern auch die Verschmelzung von Kulturen. In China war der Vajrayana-Buddhismus am dominantesten, und in den buddhistischen Schulen kanonisierte sich die Religion selbst und auch das Erscheinungsbild Buddhas. Zuvor hatten die Gläubigen Sanskrit-Sutras als Glaubensrichtlinien verwendet. Mit anderen Worten, die Friedensjahre ließen die Kultur fließen und aufblühen.