Japan, Nanboku-chō-Zeit (1336-1392)
Maße: (Bodhisattva) 72 cm, (Bodhisattva + Mandorla) 124 cm, (Breite der Mandorla) 81 cm
Eine in Yosegi-zukuri-Technik gefertigte, vergoldete Dainichi Nyorai Holzschnitzerei aus der Nanboku-chō-Zeit. Dainichi sitzt in meditierender Haltung auf einem großen Thron aus Lotusblättern, die Fußsohlen nach oben auf den Oberschenkeln ruhend, die Hände im Hokkaijō-in (Handgeste des Dharma-Reiches). Die Handhaltung zeigt, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Kongōkai-Dainichi-Darstellung handelt (bei der die Hände im Chiken-in positioniert sind), sondern um einen sogenannten Taizōkai-Dainichi.
Was das Äußere des Dainichi betrifft, so trägt er ein einfaches Mönchsgewand, auf seinem Kopf befindet sich eine mit Glasperlen verzierte, vergoldete Bronzekrone, hinter der sein Haar zu einem hohen Knoten gebunden ist. Die Augen sind mit Kristallen eingelegt, ein Byakugō befindet sich auf seiner Stirn, das Gesicht ist ruhig, ein dezenter gemalter Schnurrbart umgibt den Mund, die Ohrläppchen sind hängend. Die hinter der Gottheit aufragende Mandorla ist detailliert blattförmig geschnitzt; sie zeigt 6 Lotusblumen (einige mit winzigen Buddhas) und in der Mitte ein pagodenartiges Motiv. Sowohl die Lotusblumen als auch die Pagode symbolisieren die Stationen auf dem Weg zur Erlangung des Nirvanas. Die Pagode steht darüber hinaus für Meditation und Achtsamkeit.
Mit Radiokarbondatierung.
Dainichi Nyorai:
Dainichi Nyorai ist die Hauptgottheit des esoterischen Buddhismus, der Shingon- und der Tendai-Lehren, der die Verkörperung der Ewigkeit und der Ursprung aller anderen Buddhas und Bodhisattvas ist. Er verkörpert Erleuchtung, Weisheit und die Vernetzung des gesamten Universums. Neben Schnitzereien wird er oft in Mandalas dargestellt, wo er eine zentrale Rolle einnimmt. Basierend auf den Mandalas gibt es zwei Arten von Dainichi-Gottheiten: Taizōkai und Kongōkai Dainichi.
Der Taizōkai Dainichi stellt die Gottheit im Mutterleib-Weltreich dar, demzufolge die Möglichkeit der Erleuchtung in jedem Menschen verborgen liegt, wie die Möglichkeit neuen Lebens im Mutterleib. In dieser Welt symbolisiert Dainichi die Fürsorge.
Der Kongōkai Dainichi stellt die Gottheit im Diamant-Weltreich dar, demzufolge die Weisheit eine ebenso transformative Kraft hat wie ein Diamant, der jede Illusion durchschneiden kann. In dieser Welt erscheint Dainichi in einer furchtlosen und unzerstörbaren Form.
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